Tiefgefrorenes Greyerzerland

Tiefgefrorenes Greyerzerland

Dieser Winter zeigt sich wieder einmal von seiner schönsten Seite. Mal durch Nebel und damit einhergehend reifbedeckte Bäume so weit das Auge reicht, mal mit blauem Himmel und Schnee… Und auch richtig winterlich kalt rund um den Moléson.

Für mich hängt natürlich wie für alle anderen die draussen unterwegs sind sehr viel vom vorherrschenden Wetter ab. Deswegen war ich in den letzten Tagen nicht besonders oft unterwegs. Irgendwie fand ich keinen Draht zum Wetter. Doch am vergangenen Samstag dann war das trübe Wetter vorbei, die Wolken verschwunden. Einzig eine nach wie vor dichte Nebeldecke bedeckte den halben Kanton Freiburg unter sich.

Diesmal zog es mich ins Greyerzerland; hin an die freiburger Voralpen, zwischen Gibloux, Moléson und La Berra.

Vor meinem inneren Auge sah ich bereits reifbedeckte Bäume am Südhang unterhalb des Mont Gibloux, von den ersten Sonnenstrahlen beleuchtet… Oder das Schloss Greyerz vor den schneebedeckten Bergen rundherum… Doch wie so oft lief es nicht ganz wie erwartet.

Auf dem Hinweg fielen mir die stark wechselnde Höhe der Nebelschicht auf. Und plötzlich war er da, der Moléson, unterhalb der sich hebenden Nebeldecke…

Moléson über der Autobahn

 

Voller positiven Erwartungen ging es weiter, durch Bulle hindurch, irgendwo auf die Felder dahinter zwischen Bulle, Broc und Greyerz. Vor mir ragte das noch völlig – und noch für eine längere Zeit, wie es schien – im Nebel liegende Schloss Greyerz auf, während rechts von mir der Moléson bereits hell im Licht der aufgehenden Sonne leuchtete. Doch der blaue Himmel und das Sonnenlicht trügten – die Temperaturen waren über Nacht auf -16°C gefallen.

Schloss Greyerz im Winter

 

Draussen in der schattigen Kälte mal hier, mal da umherstehen und auf die ersten Sonnenstrahlen zu warten, zahlte sich dann aber bald aus.
Ich bin sehr gerne deutlich früher als geplant an einem Ort. So kommt keine Hektik auf… Und es bleibt genug Zeit, mich umzusehen und manchmal sogar deutlich spannendere Motive zu finden. Und genau so war es auch diesmal wieder.

Die Luft war richtig kalt, was sich nach wenigen Minuten des Herumstehens bereits deutlich bemerkbar machte. Ich habe schon oft beissende Kälte erlebt zwischen den beginnenden berner Alpen und dem Jura, doch an diesem Morgen empfand ich sie als besonders scharf und bissig, während ich auf einer alten Steinbrücke bei Broc stand; darauf wartend, dass die aufgehende Sonne den Flusslauf vor mir und die Bäume rundherum beleuchten würde.

Sonnenaufgang im Winter bei Broc

 

Einige Zeit später verliess ich den Ort und bewegte mich plan- und ziellos durch die nähere Umgebung, bis ein ganz anderes Objekt meine Aufmerksamkeit erregte…
Zufrieden mit dem gesehenen, gestärkt durch das Erleben der richtig winterlichen Kälte, so wie ich mir einen Winter vorstelle, ging es wieder auf den Heimweg.

Moléson mit Baum im Winter

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